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Tipps in Sachen Flips & Co - Worauf Eltern beim Kauf von Kinderlebensmitteln achten sollten

1 Mar 2019

Katja Peteratzinger im Gespräch mit Studierenden der Fachschule Wirtschaft, Fachrichtung Catering in Limburg an der Lahn

 

Dunja, Felix, Myriel, Niklas und Veronika sind junge Studierende der Fachschule für Wirtschaft in Limburg an der Lahn. Sie wollen allesamt Betriebswirte für Catering werden und sich damit für höhere Aufgaben in der Gastronomie qualifizieren. Zusammen mit ihren Lehrerinnen Sabrina Reuten und Melanie Held haben Sie das Thema „Kinderlebensmittel, was sie versprechen und wieviel diese Produkte wirklich halten“ intensiv bearbeitet. In der Gesprächsrunde mit Katja Peteratzinger. Ende des vergangenen Jahres berichteten sie, dass sie mit ihrer Projektarbeit Eltern vor allem darüber informieren möchten, was sie beim Kauf von Kinderlebensmitteln wissen sollten, um die gesunde Ernährung ihrer Kinder zu gewährleisten.
Und das ist gar nicht so einfach. „Bei der Definition des Begriffs ‚Kinderlebensmittel‘ fangen die Probleme bereits an“, führt Veronika Merz aus. Sie war Köchin im Golfhotel Denzerheide bevor sie sich für die Weiterqualifizierung an der Fachschule für Wirtschaft in Limburg entschieden hat. Produkte für Kleinkinder im Alter von 1–3 Jahren unterlägen zwar lebensrechtlichen Bestimmungen sagt sie, eine klare Definition des Begriffs gäbe es aber leider nicht. Als „Kinderlebensmittel“ werden gemeinhin Produkte betrachtet, die Aufschriften wie „für Kinder“ oder „für Kids“ tragen und die eine extra für Kinder aufbereitete Gestaltung der Verpackung haben (z.B. mit Comic Figuren oder mit Sammelbildern oder Aufklebern).  Für Säuglings- und Kleinkindernahrung, die oft mit einer Aufschrift wie „ab 12 Monaten“ versehen sei, gelte die Diätverordnung. Diese setze strenge Maßstäbe für Rückstände, Schadstoffe und bestimmte Inhaltsstoffe, schreibt Veronika Merz in ihrer Ausarbeitung.


Dunja Gemmer, zuvor Hauswirtschafterin im Bischöflichen Priesterseminar in Limburg und unter den 10 Besten ihres Ausbildungs­jahrgangs für ganz Deutschland, zitiert Windeln.de mit der Aussage: „Kinderlebensmittel locken die Kleinen mit bunten Verpackungen und besonderem Geschmack und die Eltern gewinnen so den Eindruck, sie seien auch gesund“. Aber das sei sehr oft überhaupt nicht der Fall.

 

 


Inhaltsstoffe
Was tatsächlich in Kinderlebensmitteln enthalten ist, können Eltern der jeweiligen Zutatenliste entnehmen. „Damit sollten auch Laien erkennen können“, sagt Dunja, „ob ein Produkt tatsächlich gesund ist oder doch eher bedenklich“. Leider würden Verbraucher aber auch bei vorschriftsmäßiger Deklaration oft in die Irre geführt. Vorgeschrieben sei, so Gemmer, dass die Reihenfolge der Angaben auf einer Zutatenliste absteigend erfolge. Danach müssten diejenigen Inhaltsstoffe, die den höchsten Gewichtsanteil ausweisen, am Anfang der Deklaration erscheinen, die mit dem geringsten Anteil am Ende.
An erster Stelle auf der Liste der problematischen Inhaltsstoffe steht für die Studierenden, neben Fett der oft zu hohe Zuckergehalt von Produkten für Kinder. In den Zutatenlisten komme dieser Wert häufig nicht an erster Stelle, obwohl zusammengenommen mit den anderen Zuckerarten und Süßungsmitteln wie Milchzucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Honig oder Sirup diese ggfls. den größten Gewichtsanteil ausmachten. Wenn also mit „kein Zuckerzusatz“ geworben wird und dies die Zutatenliste auch so ausweist, könne es trotzdem sein, dass das Produkt überwiegend aus Zucker bestünde und damit nicht empfehlenswert sei.  Ebenso kritisch betrachten die Studierenden den Zusatz von Farb- und Aromastoffen sowie Geschmacksverstärkern. Das Geschmacks­empfinden der Kinder würde dadurch sehr stark beeinträchtigt und außerdem könnten sich Allergien ausbilden.
Myriel Durek, in der Freimühle in Girod ausgebildete Hotelfachfrau, weist auf die Bedeutung der Nährstoffdichte hin. Dabei handele es sich um die Menge an Nährstoffen im Verhältnis zur Energiemenge. „Je höher die Nährstoffdichte eines Produktes, desto höher die Qualität des Lebensmittels“, sagt sie.

Sind Kinderlebensmittel sinnvoll?
Kinderlebensmittel enthalten nach den Erkenntnissen der Studierenden häufig zu viel Fett und Zucker und tragen auf diese Weise zur Entstehung von Übergewicht und Karies bei. ­Niklas Reuscher, im Hotel Heinz in Höhrgrenzhausen ausgebildeter Koch, geht so weit und sagt, „viele Kinderlebensmittel sind überflüssig“. Sie seien zu süß, zu fett und enthielten zu viele gesättigte Fettsäuren. Er ist explizit der Meinung, dass viele Kinderlebensmittel nicht halten was sie versprechen. Sein Tipp lautet daher, beim Kauf verstärkt auf das Zutaten­verzeichnis zu achten und am besten gleich Obst und Gemüse selbst als Snack für die Kinder zuzubereiten, z. B. in frischem, selbst gemachtem Fruchtjoghurt.
Die Zusammensetzungen bei Kinderlebensmitteln deckten sich keineswegs mit den offiziellen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Dennoch beantworten die fünf künftigen Betriebswirte für Catering die Frage, ob Kinderlebensmittel sinnvoll seien, mit einem jein. Viele Kinderlebensmittel sind eigentlich nicht besonders empfehlenswert, so die einhellige Meinung, dennoch sollen Kinder selbstverständlich auch naschen dürfen.  „Mit Maß und Ziel …“

 

Fachschule Wirtschaft

Fachbereich Catering

Heinrich-von-Kleist-Str. 4

65549 Limburg an der Lahn

 

https://ars-limburg.de/index.php?id=fs_wirtschaft

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